Filmclip stellt Informations- und Hilfsangebot in Deutschland vor

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„Erschütternde Wahrheit“: Risiken von Gehirnerschütterungen werden unterschätzt - Filmclip stellt Informations- und Hilfsangebot in Deutschland vor

Gehirnerschütterung erhöht das Suizidrisiko um das Dreifache“ - lautet eine Schlagzeile zu einer aktuellen kanadischen Studie. In den USA wird seit Jahren nach mehreren Suiziden von Ex-Football Stars akribisch erforscht, wie sich Gehirne nach mehreren Traumata verändern. Das Thema Gehirnerschütterung gewinnt in Medizin und Forschung an Relevanz. Die Risiken und (Spät-) Folgen von Gehirnerschütterungen sind aber zunehmend auch ein Thema, das die breite Öffentlichkeit interessiert.

Erste bahnbrechende Entdeckungen, dass wiederholte Gehirnerschütterungen dramatische Folgen haben können, veröffentlichte der amerikanische Neurowissenschaftler Dr. Benett Omalu im Jahr 2005. Seine Geschichte erzählt der Hollywood-Film „Erschütternde Wahrheit“, der ab dem 18.02. mit Will Smith in der Hauptrolle im Kino zu sehen ist.

Zum Filmstart zeigt die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung einen 30-Sekunden-Filmclip, der über ihre kostenfreien Hilfeangebote und die Aufklärungskampagne „Schütz Deinen Kopf! Gehirnerschütterungen im Sport“ informiert. Dank der Unterstützung der Werbe Weischer GmbH & Co. KG und der Sony Pictures Releasing GmbH wird er deutschlandweit in Kinos gezeigt.

Vorgestellt wurde der Clip zum Kinostart am Sitz der Stiftung in Bonn. Die Kinobesucher erhielten im Rahmen einer kurzen Podiumsdiskussion wichtige Informationen aus erster Hand: In Deutschland werden pro Jahr mehr als 40.000 Gehirnerschütterungen im Sport diagnostiziert. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen, denn nicht jede Gehirnerschütterung wird als solche erkannt und entsprechend behandelt. Dabei handelt es sich um eine ernstzunehmende Verletzung, die zu erheblichen Spätfolgen führen kann. Wird eine Gehirnerschütterung sofort erkannt und richtig behandelt, sind die Prognosen für eine vollständige Heilung sehr gut.

Der Unfallchirurg und Verbandsarzt des American Football Verbandes Deutschland e.V., Dr. Ulrich Grünwald fordert: “Auch im Breitensport müssen Trainer, Betreuer, Eltern, Spielerinnen und Spieler Gehirnerschütterungs-Experten werden - und zwar quer durch alle Sportarten. Denn gegen Stürze und Schläge auf den Kopf ist kaum ein Aktiver gefeit.“

Unterstützt wurde seine Einschätzung durch den Neurologen Dr. Christoph Kley, der die Initiative „Schütz Deinen Kopf!“ vertritt. „Wichtig ist, die Symptome zu erkennen“, so Dr. Kley. „Wir bieten mit einer App und Taschenkarten Tests an, die direkt am Spielfeldrand zum Einsatz kommen können und mit wenigen Fragen und Körperübungen ermitteln, ob eine Gehirnerschütterung wahrscheinlich ist und der Betroffene durch einen Arzt behandelt werden sollte.“

Von seinen Erfahrungen im Schulsport berichtete der Sportlehrer und Trainer Martin König. Er appelliert an die Verantwortlichen im Schul- und Breitensport, sich beim Thema Unfallprävention fit zu machen: „Sport ist für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen unersetzlich. Sport treiben ist immer gesünder als darauf zu verzichten. Umso wichtiger ist es, als Trainer oder Lehrer dafür zu sorgen, dass die Kinder keine Spätfolgen davontragen.“ Zu mehr Umsicht ruft auch Dr. Kristina Schröder, Präsidentin der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung auf: „Wann immer der Kopf eines Kindes einer Erschütterung ausgesetzt ist, muss es heißen: Stopp!“. Die ehemalige Familienministerin und Mutter zweier Töchter erklärt, dass beim leisesten Verdacht Sport oder Spiel zu unterbrechen sind und das Kind untersucht werden muss.

Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung klärt mit im Rahmen der Initiative „Schütz Deinen Kopf! Gehirnerschütterungen im Sport“ über Risiken, Prävention, Erkennung und Behandlung von Gehirnerschütterungen im Sport auf. Die Internetseite www.schuetzdeinenkopf.de und eine Smartphone-App bieten Hintergrundinformationen zum Thema, die Möglichkeit zur Download oder zur Bestellung von umfangreichem Informationsmaterial und Kontaktadressen von Unfallkliniken sowie Neuropsychologen.



Dr. Thomas de Maizière, MdB
Bundesminister des Innern


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