Presseinfo 26. April 2016 - Neue Flyer für Ärzte und Eltern

Gehirnerschütterungen erkennen und angemessen reagieren

Initiative „Schütz Deinen Kopf!“ stellt neue Flyer für Ärzte und Eltern vor


Bonn/Köln, 26. April 2017 - Sobald wärmere Temperaturen zum Radfahren, Laufen, Reiten oder Ballspiel im Freien einladen, haben Gehirnerschütterungen bei Kindern und Jugendlichen Hochsaison. Das berichtete Dr. Marcel Razzaghi beim Kölner Pressegespräch der Initiative „Schütz Deinen Kopf!“ in seiner Praxis in Köln-Junkersdorf. Der Pädiater, der auch eine Kindernotfallpraxis betreut, präzisierte: „Die Ursachen sind altersabhängig unterschiedlich. Im Säuglings- und Kleinkindalter überwiegen die ungewollten Stürze. Im Grundschulalter und bei Jugendlichen stehen Verletzungen bei Sport und Spiel, in Freizeit und Schulsport im Vordergrund.“ Bei größeren Kindern gilt laut Razzaghi: „Die Schädelprellung wird nicht selten unterschätzt, vor allem, wenn kein äußeres Hämatom oder keine Prellmarke sichtbar ist. Auch wollen viele Jugendliche - insbesondere im Sport - weiterspielen, um nicht als schwach eingestuft zu werden.“

Dazu, dass die Verletzung präzise diagnostiziert wird und folgenlos ausheilen kann, sollen die Flyer beitragen, die die Initiative „Schütz Deinen Kopf!“ der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung beim Pressegespräch vorstellte. In je einer Variante für Eltern bzw. Sportbetreuer und für Ärzte ist übersichtlich dargestellt, warum Ruhe nach der Verletzung so wichtig ist. Auch wird Schritt für Schritt erläutert, wann und wie die Patienten wieder in Alltag und Sport zurückkehren können. Seit 1983 setzt die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung sich für Menschen mit Schädelhirnverletzungen ein, und ihre Geschäftsführerin Helga Lüngen erklärte in Köln: „Wir sehen in unserer Arbeit die Folgen von nicht erkannten Gehirnerschütterungen - diese Patienten gingen zurück aufs Spielfeld oder in die Schule bzw. in ihren Alltag, verletzten sich erneut und manchmal sogar schwer. Diesen Teufelskreis wollen wir unterbrechen." Die neuen Flyer können ab sofort in vielen Kölner Kinderarztpraxen mitgenommen sowie bei der Initiative „Schütz Deinen Kopf!“ gratis bestellt werden.

Der Bürgermeister der Stadt Köln Hans-Werner Bartsch betonte: „Im Kindesalter ist gesundheitliche Aufklärung ganz besonders wichtig. Der Umgang mit Krankheiten und Verletzungen wird in diesem Alter geprägt. Insofern unterstütze ich als Bürgermeister der Stadt Köln die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung mit ihrer Initiative ,Schütz Deinen Kopf!‘ sehr gerne in ihren Bemühungen, die Öffentlichkeit im Umgang mit Gehirnerschütterungen zu sensibilisieren.“ Bartsch ergänzte: „Diese Aktivitäten passen ganz ausgezeichnet nach Köln. Hier wurden in den letzten Jahren die Aktivitäten zum Thema Gesundheit massiv gesteigert. Zum Beispiel sind zahlreiche private und staatliche Hochschulen, in denen Medizin, Gesundheitsmanagement etc. gelehrt wird, ein Beleg dafür.“ Der Bürgermeister zeigte sich zuversichtlich, dass „die Aufklärung, breite Information und Initiativen wie die der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung, ,Schütz Deinen Kopf!‘, einen besseren Umgang mit dieser Symptomatik gewährleisten können werden.“

Auch Martin Koll - Geschäftsführer des Unternehmens WvM Immobilien + Projektentwicklung GmbH, das sich finanziell an der Entwicklung und Produktion der neuen Flyer beteiligte - nahm am Pressegespräch teil. Ein Mitglied seiner Familie, berichtete Koll, zog sich als Kleinkind eine Kopfverletzung zu und erlitt etwa 20 Jahre nach dem Unfall Spätfolgen. Darum möchten Koll und seine Mitarbeiter mithelfen, Schädelhirnverletzungen zu verhindern beziehungsweise dazu beizutragen, dass diese folgenlos ausheilen. Als erfolgreiches Kölner Unternehmen, so Koll, engagiert sich WvM schon lange für Heranwachsende der Stadt. „Mit unserer Initiative ,Gemeinsam stark für Kölner Kinder‘ spenden wir jährlich 300.000 Euro für verschiedene Aktionen“, berichtete er. „Als die ZNS uns die Kampagne ,Schütz Deinen Kopf!‘ vorstellte, waren wir überrascht, dass die Gehirnerschütterung in Schulen, Sportvereinen und auch zu Hause oft verharmlost wird, obwohl sie eine ernstzunehmende Verletzung ist. Daher ist es uns wichtig, dass Kinder, Eltern, Lehrer und Trainer für dieses Thema sensibilisiert werden und wissen, wie sie eine Gehirnerschütterung erkennen können. Die ZNS macht einen super Job und das unterstützen wir gerne.“

Übrigens: Neben den Flyern hat die Initiative „Schütz Deinen Kopf!“ kürzlich Erklärfilme und eine App zum Thema „Gehirnerschütterungen erkennen, verstehen und ihre Heilung fördern“ entwickelt. Die beliebten Handouts und Poster dazu sind ebenfalls weiterhin erhältlich. Alle Medien können über die Homepage www.schuetzdeinenkopf.de eingesehen beziehungsweise bestellt werden.
















Foto: v.l. Hans-Werner Bartsch, Martin Koll,
Helga Lüngen, Dr. Marcel Razzaghi (© Petra Plaum)

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Medienkontakt:
Helga Lüngen
ZNS - Hannelore Kohl Stiftung
Rochusstraße 24, 53123 Bonn
Tel.: 0228 97845-0
E-Mail: presse@hannelore-kohl-stiftung.de

Abdruck (auch auszugsweise) honorarfrei, Beleg erbeten an:
Initiative „Schütz Deinen Kopf!“
c/o ZNS - Hannelore Kohl Stiftung
Rochusstraße 24
53123 Bonn
info@schuetzdeinenkopf.de


rbb Praxis, 28.03.18: Gehirnerschütterung im Sport
Im Oktober 2016 fand in Berlin die 5. Internationale Konsensuskonferenz zur Gehirnerschütterung im Sport statt.


Dr. Thomas de Maizière, MdB
Bundesminister des Innern a.D.


Nach dem Sportunfall
ist vor der Heilung



Expertise zum „Umgang mit Schädelhirnverletzungen im deutschen Spitzensport“

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